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Kath.Pfarrgemeinde Halfing

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Und is da Weg a no so schdeil, a bissal wos gehd allerweil!
I N F O S  >>>
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Ab dm 28.05.2020 finden wieder Gottesdienste statt.
Beichtmöglichkeiten:
Aufgrund der Einhaltung der Abstandsregeln, kann die Beichte nur nach vorheriger Anmeldung im Pfarrbüro, Tel.:08055/903940 oder im Kloster, Tel.:08055/903130 abgenommen werden.
    Gottesdienstordnung  für  Halfing  für  den  nächsten  Sonntag                                                                        
Sonntag, 24.05.20 - 7.  SONNTAG DER OSTERZEIT
_________________________________________
10:15 - Kein Gottesdienst
19:15 - Kein Gottesdienst


Limonade ... – ein Lebens-Elixier

  Liebe Mit-Streiter und Mit-Gestalter des kirchlichen Lebens in unserem Pfarrverband!
Es ist schon lange her, seit wir auf diesem Online-Weg mit Ihnen den Kontakt aufgenommen haben. Wir haben so versucht, dem christlichen Leben ein wenig Seelen- und Herzensnahrung zu schenken. Klar, wir haben damit Neuland betreten. Manches hat vielleicht Ihr Inneres berührt und manches weniger oder gar nicht. Trotzdem war es uns wichtig, diesen Weg einzuschlagen. Denn NUR, wenn man einen Weg geht, lässt sich feststellen, ob er ein sinnvoller und zielführender Weg ist. Gute zwei Monate sind vergangen seit das pfarrliche Leben gestoppt wurde. Wir durften uns nicht treffen, nicht miteinander sprechen und Gottesdienst feiern. Uns vom Pfarrteam hat es sehr gefehlt. Der Kontakt zu Ihnen – privat, im Pfarrbüro, auf der Straße, im Geschäft und ganz besonders der im Gotteshaus ist ein wesentlicher Teil unseres Lebens.
  Ja! Vieles war so normal und selbstverständlich ...
Erst wenn man es nicht hat, spürt man, was einem wichtig ist und am Herzen liegt, und dass so Vieles im Leben gar nicht selbstverständlich ist. Das ist das eine, das wir alle wohl in dieser schweren und ungewohnten Zeit lernen konnten. Langsam werden die Einschränkungen gelockert. Wir dürfen uns mehr bewegen, miteinander treffen und auch ein wenig am Leben der Gemeinde teilnehmen.
GUT – SEHR GUT, dass es nach und nach möglich wird.
  Es ist noch nicht der uns von früher vertraute Alltag. Aber wir machen, was möglich ist ...
Das ist das zweite, was wir aus solchen Krisen-Zeiten lernen können.
Ich möchte es mit einem Satz, den man mir vor Jahren geschenkt hat, auf den Punkt bringen:
„Schenkt dir das Leben Zitronen, mach einfach Limonade daraus!“
Ich schmunzle ein wenig, wenn ich diesen Satz wieder lese. Er beinhaltet eine tiefe Weisheit. Man darf die Augen niemals verschließen und die Wirklichkeit leugnen. Das wäre ein Selbstbetrug. Es ist so, das Leben ist kein Wunschkonzert. Man lebt mit diesen und keinen anderen Menschen. Man hat diese konkrete Arbeitsstelle und die Umstände sind manchmal schwierig – wie beispielsweise die Corona-Krise. Man kann all dies nicht schön reden! Punkt. Aber es liegt auch Vieles an einem selbst, was ich aus diesen Seitenhieben (Zitronen) mache ...
Denken Sie dran, eine Limonade schmeckte uns schon als Kinder sehr gut ...
  Es hat sich wohl schon rumgesprochen, dass wir Franziskaner noch eine gute Woche in Haus- und Garten-Quarantäne leben müssen. Auch das ist eine kleine Krisenzeit. Schon wieder darf es keine direkten zwischenmenschlichen Kontakte geben, was zur Folge hat, dass wir keinen Gottesdienst mit Ihnen feiern dürfen. Darüber zu schimpfen, hilft nicht weiter ... Wir schauen, dass wir daraus das Beste machen – Ja! Eben aus den Zitronen eine Limonade. Wir nutzen diese Zeit, um Ihnen auf dem Online-Weg ein Lebenssignal zu geben. Das ist wohl auch das letzte Mal, mit Ihnen auf diese Weise zu kommunizieren. Wir hoffen SEHR, dass die Normalität nach und nach in unser Leben, auch in das pfarrliche zurückkehrt. Wir bleiben dann nicht mehr online verbunden, dafür aber im Gebet. Das ist noch wichtiger! Denken Sie dran, Krisenzeiten waren immer schon Zeiten, an denen Menschen verzweifelten oder über sich hinauswuchsen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben und aus der Corona-, sowie jeder anderen Lebenskrise gestärkt rauskommen.
  Stoßen wir an auf uns – mit einem Glas spitziger Limonade ...!

Im Namen des ganzen Pfarrteams

Bleiben Sie gesund und halten Sie durch!
Im Namen des Pfarrteams und im Gebet verbunden

Ihr P. Paul Kusiak, Pfarrer
Liebe Christen,
in solchen Zeiten, wie wir sie gerade durchleben ist es gut, sich an die Schätze zu erinnern, die in unserer Tradition viel zu sehr in Vergessenheit geraten sind. Einer dieser Schätze ist der alte Brauch der „geistigen Kommunion“. Die Sache ist ganz einfach. Wer die Sehnsucht hat, Jesus Christus im Sakrament der Kommunion zu empfangen und aus Gründen, welche auch immer, dies jetzt nicht kann, trägt Jesus diese Bitte vor. Diese Bitte kann ganz frei formuliert sein, man bittet Jesus einfach, dass Er auf geistige Weise in mein Herz kommen möge. Ein Vorschlag habe ich hier vorgestellt, wie das aussehen kann. Eine in diesem Zusammenhang wichtige Bezugsstelle in der Bibel ist die Offenbarung des Johannes 3, 20:
Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn einer Meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde Ich eintreten und Mahl mit ihm halten und er mit Mir.
Wie es ja im Johannesevangelium heißt: Gott ist Geist, kann Er sich mir unmittelbar mitteilen, ohne die „Materie“ eines Sakramentes. Ich meine, diese Verheißung von Jesus dürfen wir gegenwärtig ganz ernst und wörtlich nehmen und nicht in die Zukunft wegschieben, als ob die Wiederkunft Christi uns nichts angeht. Dieses irgendwie unbeliebte Thema gehört genauso zu unserem Glauben. Jedenfalls möchte ich Sie einladen, diese Praxis der geistigen Kommunion zu beleben, denn der Anlass dazu ist ja gegeben.
Ich wünsche Ihnen den heil(ung)bringenden Segen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Horst Seipel, Diakon

Das Pfarrbüro Halfing
ist zu folgenden Zeiten (nur) telefonisch besetzt:
Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8:30 Uhr bis 11 Uhr;
     Telefon 08055 903940.
Benötigte Formulare und Unterlagen können telefonisch bestellt und dann per Post versandt werden.
In  dringenden seelsorgerischen Fällen können Sie uns unter Telefonnummer
    08055 903940 oder 903130 erreichen.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Ihr Seelsorge-Team


Lieder aus dem Gotteslob zu
   
Hausgottesdienst 4. Sonntag in der Osterzeit
gespielt von Frau    Evelyn Botta-Schönrock

Lieder:        
Eingang:        GL Nr. 421
Gloria:           GL Nr. 365
Psalm:           GL Nr. 23
Halleluja:       GL Nr. 717/1
Danksagung:  GL Nr.456
Schluss:         Orgelsolo
Geistige Kommunion
Mein Jesus, ich glaube, dass Du im allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist. Ich liebe dich über alles und meine Seele sehnt sich nach Dir. Da ich Dich aber jetzt im Sakrament des Altares nicht empfangen kann, so komme wenigstens geistigerweise zu mir. Ich umfange Dich, als wärest Du schon bei mir und vereinige mich mit Dir! Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an.
Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Amen
Maria, wir vertrauen uns Dir an,
Du Gesundheit der Kranken
„O Maria, Du erleuchtest immer unseren Weg  als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung.
Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken,
die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest und Deinen Glauben bewahrt hast.
Du, Heil des römischen Volkes, weißt, was wir brauchen.
Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst, dass so wie in Kana in Galiläa
die Freude und das Fest zurückkehren werden nach der gegenwärtigen Prüfung.
Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe, dem Willen des Vaters nachzukommen
und das zu tun, was Jesus uns sagt, der unsere Sorgen
und unser Leid auf sich genommen hat, um uns durch das Kreuz
zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.
Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht, Heilige Mutter Gottes.
Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung,
und erlöse uns von aller Gefahr, o glorreiche und gesegnete Jungfrau."
12.03.2020  Papst Franziskus
Der Osterweg - Vorbemerkung
       „Recht aus dem Herzen des Volkes ist sie entstanden“, so schrieb Romano Guardini vor etlichen Jahrzehnten zum Geleit seiner Kreuzwegandacht. Aus dem Herzen des Volkes. Das bedeutet, dass es hier nicht um beweisbare historische Fakten gehen kann, sondern um eine Betrachtung, die unser Herz dahin bringen soll, wofür es steht: Zu lieben. In der Bibel steht nichts über Veronika und ihr Schweißtuch, doch die Volksfrömmigkeit weiß sehr viel damit anzufangen, bis hin zur Ikone vom Antlitz Christi der orthodoxen Kirche. Und so dürfen wir doch von Herzen annehmen, das diejenige, die Jesus geboren und unter dem Kreuz stand auch seine Auferstehung erlebt hat, auch wenn dies nicht in der Bibel steht. Deswegen steht sie auch an erster Stelle der Erscheinungen Jesu. Wie schonder hl. Bonaventura geschrieben hat, es geht mehr um die Kräftigung der Liebe als um Vermehrung des Wissens.
Der Osterweg soll eine Entsprechung zum Kreuzweg sein, deshalb hat er auch 14 Stationen. Gerade die so schöne Geschichte von den Emmausjüngern lädt ein, ihn so richtig als Weg zu gehen, als Herzensweg. Die Betrachtungen sind teilweise in der „Ich“-Form geschrieben, weil jeder seinen
Weg geht. Wir sind Gemeinschaft und doch hat jeder seine persönliche Beziehung zum dreifaltigen Gott. Andererseits kann mit diesem „Ich“ jeder mit hineingenommen werden, den wir im Herzen tragen. Das war seit jeher das Prinzip der Stellvertretung, dass wir für andere beten dürfen,
können und sollen. Und dies wünsche ich Dir, liebe betrachtende Seele, dass Du im Gehen des Weges das Licht und die Liebe des Auferstandenen Herrn Jesus Christus erfahren mögest und so zum Licht für Deine Nächsten wirst.
Horst Seipel, Diakon
MANCHMAL IST DIE KIRCHE...
      (Immanuel Jacobs)

 Manchmal ist die Kirche wie eine Herde ohne Hirten, weil die Hirten immer hinterherlaufen
und die Herde nicht weiß wohin.
 Manchmal ist die Kirche wie eine Karawane in der Wüste, an die sich jeder anschließen kann,
der zur Oase will.
 Manchmal ist die Kirche so auf ihr eigenes Herdenleben konzentriert, dass sie gar nicht merkt,
dass sie ihre eigenen Weiden total abgefressen hat.
 Manchmal ist die Kirche wie eine Herde in der judäischen Wüste, wo die Hirten vorne gehen
und die Schafe hinten dauern meckern.
 Manchmal ist die Kirche so voller lebendigem Grün, dass jeder nur vor sich hinkaut und
die anderen im selbstgemachten Glück vergisst.
 Manchmal ist die Kirche wie eine Herde, in der einige aus der Reihe tanzen,
die man immer wieder zurücktreibt, obwohl sie vielleicht die besseren Weiden schnuppern.
 Manchmal ist die Kirche wie eine hungrige Herde, die nach jedem Grashalm sucht,
während die Hirten ein Schaf am Spieß braten.
 Manchmal ist die Herde in der Wüste, die sich in der Kälte gegenseitig wärmt
und in der Hitze Schatten schenkt.

Quelle: Immanuel Jacobs, Israel. Land der Widersprüche, Münsterschwarzach 1990.
 
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